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Dienstag, 17. Dezember 2013


Homöopathische Erstanamnese bei Kindern und Säuglingen


Kinder
Die Fallaufnahme für eine homöopathische Erstanamnese dauert in der Regel – je nach Alter des Kindes -  etwa zwei Stunden. Dazu kommt noch die sogenannte Repertorisationszeit* von einer Stunde.
Das ist eine sehr lange Zeit für Kinder. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, die Erstanamnese für Kinder wie folgt zu gestalten:
Kinder in der homöopathischen Praxis
1 bis 1 1/2 Stunden Gespräch mit den Eltern (oder nur der Mutter) ohne Kind(er) und zu einem späteren Zeitpunkt folgt der Untersuchungstermin für das Kind von ca. 1/2 bis 1 Stunde. In der Zwischenzeit arbeite ich ca. 1 Stunde an der Repertorisation und Mittelfindung, sodass ich zur Untersuchung häufig  schon weiß, in welche Richtung die Behandlung gehen wird und Sie dann das homöopathische Mittel, Einnahmehäufigkeit, ggf. begleitende Maßnahmen gleich erfahren können. Nur in seltenen Fällen erfolgt das Therapiegespräch zu einem späteren Zeitpunkt - nämlich dann, wenn das von mir gewählte Konstitutionsmittel durch die Untersuchung nicht bestätigt wird.
Dies alles umfasst die "Erstanamnese".

Säuglinge
In den ersten sechs Monaten ist die Beziehung zwischen Mutter und Kind noch „symbiotisch“, häufig dauert die Anamnese auch nicht ganz zwei Stunden. Die Babies kommen gleich mit in die Praxis, können hier auch gestillt werden. Das geht meistens sogar mit einem sogenannten Schreibaby gut.

Was Sie tun können
Sie können sich auf die Anamnese vorbereiten, damit die Zeit optimal genutzt werden kann. Vorab bedeutet es, dass Sie sich 1 1/2 Stunden "kinderfreie" Zeit für das Gespräch organisieren.
Sollte das problematisch sein, weil Sie zB alleinerziehend sind, fragen Sie nach der nächsten Samstagsprechstunde.
Neben den aktuellen Beschwerden werde ich Sie zu Ihrer Schwangerschaft und der Geburt Ihres Kindes befragen. Gerade bei älteren Kindern ist es sinnvoll, sich vorab genau zu erinnern. Besonders unschöne Dinge vergisst man leicht!
Haben Sie ein Babybuch oder andere Aufzeichnungen gemacht, schauen Sie sich diese noch einmal an, wenn Sie den Termin vereinbart haben, damit wir die Entwicklung und bisherige Erkrankungen Ihres Kindes besprechen können. Bitte bringen Sie das gelbe Untersuchungsheft und den Impfpass (sofern vorhanden) mit.
Medikamente, die Ihr Kind aktuell einnimmt, oder früher über einen längeren Zeitraum einnehmen musste, notieren Sie bitte oder bringen den Beipackzettel mit. Wenn es schon längere Zeit her ist, versuchen Sie sich zu erinnern, wann, weswegen was verschrieben wurde (zB Antibiotikum, Kortison, Asthmaspray usw.)
Die Familienanamnese bereiten Sie bitte schriftlich vor, sie ist bei schwerwiegenden Erkrankungen von großer Bedeutung. Sie wird wie ein Familienstammbaum angelegt mit Geburts- und ggf. Todesdatum. Darunter tragen Sie bitte alle erinnerlichen Erkrankungen des jeweiligen Familienmitgliedes ein, Operationen sowie immer wiederkehrende Beschwerden. Werden regelmäßig Medikamente eingenommen? Die Familienanamnese sollte mit Ihnen und dem Kindsvater beginnen und bei Ihren Großeltern bzw. denen des Kindsvaters enden. Verwandte - wie Brüder, Tanten usw. - fließen mit ein, wenn es gravierende Erkrankungen gibt/ gab oder frühe Todesfälle. Wenn Sie zum Anamnesegespräch noch nicht alle Familienmitglieder befragen konnten, wird die Familienanamnese später ergänzt.
Wenn Sie möchten, bringen Sie ein aktuelles Foto von Ihrem Sprössling mit.

Die Behandlungskosten für die Erstanamnese von 150€ nehme ich gern in bar, da ich kein Kartenlesegerät in der Praxis habe.
Gut vorbereitet kann es jetzt bald losgehen! Vielen Dank für Ihre Mithilfe, ich freue mich auf Sie und Ihr Kind!


*Repertorisationszeit ist die Zeit, die der Homöopath benötigt, um die in der Anamnese erarbeiteten Informationen zu ordnen und zu analysieren. Welche Beschwerden sind ausschlaggebend für die Mittelwahl? Danach werden homöopathischen Mittel passend ausgewählt und miteinander verglichen, um das am besten passende auszuwählen. Das kann unter Umständen länger als eine Stunde dauern, es wird aber nur eine Stunde berechnet.


Donnerstag, 28. Juni 2012

Sulfur - ein geniales Mittel für geniale Menschen

Das Internet macht´s möglich. Wenn ich in meiner Praxis ein homöopathisches Konstitutionsmittel verordne, passiert es häufig, dass die Patienten im Internet nach Informationen über dieses Mittel suchen. Besonders wenn es sich um Kinder handelt, die von mir ein homöopathisches Arzneimittel bekommen haben, interessiert es ihre Eltern sehr, wie der Typus des Arzneimittels im Internet beschrieben wird. Oft sind sie dann erstaunt, wenn sie den Charakter ihres Kindes in der Arzneimittelbeschreibung genau wiederfinden. Meistens jedenfalls - nicht so Anfang dieser Woche.

Die Mutter eines kleinen, liebenswerten Mädchens war etwas irritiert darüber, dass ich ihrer Tochter Sulfur geben wollte. Sie hatte schon einige Arzneimittelbilder im Internet gefunden, und was sie über Sulfur las, waren anscheinend eher unschöne Sachen.
Sulfur ist vielseitig wie kein anderes Mittel. Die Beschreibungen im Internet dagegen sind wohl eher einseitig.

Wer möchte schon mit Jemandem in Verbindung gebracht werden, der mit offenen Schuhen, bekleckert und mit hängenden Schultern durchs Leben latscht!

Ich finde, es ist höchste Zeit, mal für Sulfur eine Lanze zu brechen!

Sulfur - Menschen können sehr interessante Persönlichkeiten sein! Sie haben immer viele tolle Ideen, selten schlechte Laune. Mit ihnen ist es nie langweilig!
Fleißig für die Schule lernen ist nicht ihr Ding, trotzdem haben sie meistens gute Noten. Englisch für den Vokabeltest pauken? Wozu? Sie sind sehr intelligent!

Sulfur steht gern im Mittelpunkt, egal ob Sulfur - Kind oder Sulfur - Erwachsener. Alle sollen ihm Aufmerksamkeit schenken, sich um ihn scharen. Er sagt wo´s lang geht, er ist eine Führerpersönlichkeit. Er wird auch gern als Führer angenommen, denn er ist intelligent und mit ihm erlebt man immer aufregende Sachen!

Sie nehmen alles auseinander, sie müssen unbedingt wissen, wie die Dinge funktionieren!
Probleme lösen ist ihre Domäne, so lange tüfteln, bis es passt. Egal, wie lange es dauert. Dass alles daneben liegen bleibt, ist doch wohl mehr als verständlich! Wen kümmert der Abwasch, wenn die Welt gerettet wird?
Wenn dazu Wissen angeeignet werden muss, werden keine Mühen gescheut. Bücher und jegliches auffindbare Material wird angehäuft. Das Zimmer ist bald selbst eine Bibliothek, überall Stapel. Der Forschergeist ist angestachelt!

Sie brauchen wenig Schlaf.  Mit Freunden über ein Thema zu philosophieren, sich über den Sinn des Lebens zu streiten, kann schon mal etliche Stunden der Nacht kosten. Die vergehen allerdings wie im Fluge, wenn man mit Sulfur zusammen ist. Er ist bei allem Ernst sehr humorvoll und lustig, einfach eine gewinnende Persönlichkeit. Wenn wundert es da, dass sie leicht Freundschaften schließen!

Habe ich schon erwähnt, wie erfinderisch sie sind? Sie denken sich tolle Sachen aus!
Sicher hat Sulfur Schwächen, aber wer braucht schon Perfektion, wenn man Genialität haben kann!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Urlaub, Sommer, Sonnenschein! Endlich Zeit, sich an der frischen Luft zu erholen, die Sonne und das Meer oder die Berge in vollen Zügen zu genießen!

Zum Wohle unserer Haut sollten wir die Zeit unter freiem Himmel ohne Sonnenschutz allerdings umsichtig dosieren, denn besonders die Hautpartien, die noch nicht so viel Sonne in diesem Jahr gesehen haben, reagieren sehr empfindlich - und viel schneller als erwart, schleicht sich der Sonnenbrand ein!

Donnerstag, 27. Januar 2011

Neurodermitis Teil 2

Die homöopathische Behandlung der Neurodermitis

Da es sich bei der Neurodermitis (wie im 1. Teil erwähnt) um eine Erkrankung handelt, die sich nicht nur auf der  Haut abspielt, sondern den gesamten Organismus betrifft, ist einzusehen, dass eine Behandlung, die lediglich darauf abzielt die Hautsymptome, wie Juckreiz und Entzündung zu behandeln, nicht von dauerhaftem Erfolg sein kann. Mit der Homöopathie haben wir eine sehr wirkungsvolle Therapie in der Hand,  ganzheitlich und dabei ganz individuell.