Homöopathische Erstanamnese
bei Kindern und Säuglingen
Kinder
Die Fallaufnahme für eine
homöopathische Erstanamnese dauert in der Regel – je nach
Alter des Kindes - etwa zwei Stunden. Dazu
kommt noch die sogenannte Repertorisationszeit* von einer Stunde.
Das ist eine
sehr lange Zeit für Kinder. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, die
Erstanamnese für Kinder wie folgt zu gestalten:
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| Kinder in der homöopathischen Praxis |
1 bis 1 1/2 Stunden Gespräch mit den Eltern (oder nur der Mutter) ohne Kind(er)
und zu einem späteren Zeitpunkt folgt der Untersuchungstermin für das Kind von
ca. 1/2 bis 1 Stunde. In der Zwischenzeit arbeite ich ca. 1 Stunde an der
Repertorisation und Mittelfindung, sodass ich zur Untersuchung häufig schon weiß, in welche Richtung die Behandlung
gehen wird und Sie dann das homöopathische Mittel, Einnahmehäufigkeit, ggf.
begleitende Maßnahmen gleich erfahren können. Nur in seltenen Fällen erfolgt
das Therapiegespräch zu einem späteren Zeitpunkt - nämlich dann, wenn das von
mir gewählte Konstitutionsmittel durch die Untersuchung nicht bestätigt wird.
Dies alles umfasst die "Erstanamnese".
Säuglinge
In den ersten sechs Monaten
ist die Beziehung zwischen Mutter und Kind noch „symbiotisch“, häufig dauert
die Anamnese auch nicht ganz zwei Stunden. Die Babies kommen gleich mit in die Praxis,
können hier auch gestillt werden. Das geht meistens sogar mit einem sogenannten
Schreibaby gut.
Was
Sie tun können
Sie können sich auf die
Anamnese vorbereiten, damit die Zeit optimal genutzt werden kann. Vorab bedeutet es, dass Sie sich 1 1/2 Stunden "kinderfreie" Zeit für das
Gespräch organisieren.
Sollte das problematisch sein, weil Sie zB alleinerziehend sind, fragen Sie
nach der nächsten Samstagsprechstunde.
Neben den aktuellen
Beschwerden werde ich Sie zu Ihrer Schwangerschaft
und der Geburt Ihres Kindes
befragen. Gerade bei älteren Kindern ist es sinnvoll, sich vorab genau zu
erinnern. Besonders unschöne Dinge vergisst man leicht!
Haben Sie ein Babybuch oder
andere Aufzeichnungen gemacht, schauen Sie sich diese noch einmal an, wenn Sie
den Termin vereinbart haben, damit wir die Entwicklung
und bisherige Erkrankungen Ihres
Kindes besprechen können. Bitte bringen Sie das gelbe
Untersuchungsheft und den Impfpass (sofern vorhanden) mit.
Medikamente, die Ihr Kind aktuell einnimmt, oder früher über
einen längeren Zeitraum einnehmen musste, notieren Sie bitte oder bringen den
Beipackzettel mit. Wenn es schon längere Zeit her ist, versuchen Sie sich zu
erinnern, wann, weswegen was verschrieben wurde (zB Antibiotikum, Kortison,
Asthmaspray usw.)
Die Familienanamnese bereiten Sie bitte schriftlich vor, sie ist bei schwerwiegenden
Erkrankungen von großer Bedeutung. Sie wird wie ein Familienstammbaum angelegt
mit Geburts- und ggf. Todesdatum. Darunter tragen Sie bitte alle erinnerlichen
Erkrankungen des jeweiligen Familienmitgliedes ein, Operationen sowie immer
wiederkehrende Beschwerden. Werden regelmäßig Medikamente eingenommen? Die
Familienanamnese sollte mit Ihnen und dem Kindsvater beginnen und bei Ihren
Großeltern bzw. denen des Kindsvaters enden. Verwandte - wie Brüder, Tanten
usw. - fließen mit ein, wenn es gravierende Erkrankungen gibt/ gab oder frühe
Todesfälle. Wenn Sie zum Anamnesegespräch noch nicht alle Familienmitglieder
befragen konnten, wird die Familienanamnese später ergänzt.
Wenn Sie möchten, bringen Sie
ein aktuelles Foto von Ihrem Sprössling mit.
Die Behandlungskosten für die
Erstanamnese von 150€ nehme ich gern in bar, da ich kein Kartenlesegerät in der
Praxis habe.
Gut vorbereitet kann es jetzt
bald losgehen! Vielen Dank für Ihre Mithilfe, ich freue mich auf Sie und Ihr
Kind!
*Repertorisationszeit ist die
Zeit, die der Homöopath benötigt, um die in der Anamnese erarbeiteten
Informationen zu ordnen und zu analysieren. Welche Beschwerden sind
ausschlaggebend für die Mittelwahl? Danach werden homöopathischen Mittel
passend ausgewählt und miteinander verglichen, um das am besten passende
auszuwählen. Das kann unter Umständen länger als eine Stunde dauern, es wird
aber nur eine Stunde berechnet.